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Die siebenbürgisch-sächsischen Volkstänze bilden im heutigen Repertoire der Tanzgruppen nur einen kleinen Teil, die weitaus meisten Tänze kommen aus dem restlichen deutschen Sprachraum, vor allem aus Norddeutschland, den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der Alpenregion.
Die siebenbürgisch-sächsischen Volkstänze sind in dem Standardbuch „Deutsche Volkstänze, die man in Siebenbürgen tanzte und zum Teil noch tanzt“ von Marie Luise Schuster, erschienen 1981 in Hermannstadt, ausführlich beschrieben. Den Tanzgruppen ist das Buch unter dem Namen „Das blaue Buch“ ein Begriff. Aus diesem Buch werden die Tänze von den Tanzgruppen an Pfingsten beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl beim Offenen und Gemeinsamen Tanzen vor der Schranne vorgeführt.
Für die Volkstänze aus diesen Gebieten steht mehr Literatur inklusive Musik zur Verfügung, als für den siebenbürgisch-sächsischen Volkstanz. Der Mehrheit der Tanzgruppen fehlt allerdings eine Live-Musikbegleitung, so daß die Aufführung der meisten Tänze aus diesem Buch somit nicht möglich ist. Nur vereinzelt sind einige wenige Tänze auf Band verfügbar, so daß diese von den Tanzgruppen einstudiert und aufgeführt werden können. Angesichts dieser Tatsache besteht die Gefahr, daß diese Tänze vollkommen in Vergessenheit geraten.